Donnerstag, 10. Mai 2012

Eigenkapital: perfekte Zähne - Mehr Biss im Business!

Es ist mir wichtig, dass die neuen Zähne nicht nur gut aussehen, sondern auch keine Gesundheitsbelastung darstellen. Die Titanimplantate sind unter diesem Aspekt nicht zu empfehlen. Unser Behandlungsziel ist: Kerngesund nicht nur im Mund

Der berühmte erste Eindruck von einem anderen Menschen entscheidet nach wissenschaftlichen Untersuchungen darüber, ob man den Anderen sympathisch, interessant, erotisch findet. Die Mundpartie, speziell die Zähne, sind dabei entscheidend. Schöne gesunde Zähne sind ein Symbol für körperliche und mentale Fitness, Jugend, auch beim fortgeschrittenem Alter, Dynamik, Erfolg, Sympathie, Selbstbewusstsein. Wer unbefangen lachen kann, wirkt überzeugender im Beruf und im Privatleben. 

Mit System zum Siegerlächeln
Die Möglichkeiten der ästhetischen Zahnmedizin sind für den Profi heute praktisch unbegrenzt. Neue Technologien und Materialien, wie Zirkondioxid für Kronen und Brücken, ermöglichen natürliche Ästhetik mit hoher Belastbarkeit. Zusätzlich gehen von diesem Material keine gesundheitlichen Belastungen aus. 

Bis(s) an die Spitze
Der Erfolg liegt im Detail. Durch Implantate (künstliche Zahnwurzeln) können Sie Ihr ganzes Leben lang schöne feste Zähne haben. Das bedeutet Lebensqualität, denn Sie können unbeschwert sprechen, essen und lachen. Die zahnärztliche Implantologie ermöglicht heute auch bei umfangreichem Zahnverlust und schlechten Kieferverhältnissen fast immer einen festsitzenden Zahnersatz. Das Ziel der Implantologie ist ,stets die Natur zu kopieren, diesem Ziel ist man heute näher denn je. Besonders die modernen Zirkondioxid-Implantate (das weiße Gold) verhindern dunkle Kronenränder und stellen im Gegensatz zu Titanimplantaten keine Belastung des Organismus dar.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Parodontitis erhöht das Risiko für Schlaganfall

Zahnfleischbluten halten viele für harmlos, weil es nicht weh tut. Steckt jedoch eine Parodontitis dahinter, ist sogar das Risiko eines Schlaganfalls deutlich erhöht. „Entzündungsherde im Mund wirken auf den gesamten Körper“, warnt Dr. Sabine Jaschinski (Lehrbeauftragte der Universität Witten). Ihr Rat: Auch ohne akute Beschwerden, wie Zahnfleischbluten oder der Lockerung von Zähnen, den Zahnarzt um eine Untersuchung bitten. Bakterien, die mit Parodontitis assoziiert sind, schädigen den Zahnhalteapparat und sind die Hauptursache für vorzeitigen Zahnverlust beim Erwachsenen - vier Mal häufiger übrigens als die gefürchtete Karies.
Die Bakterien führen außerdem häufig zu verengten Blutgefäßen oder zu Blutgerinnseln. Die frühzeitige Behandlung von Parodontitis ist deshalb eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Herzinfarkt, Schlaganfall und auch Frühgeburten.

Parodontitis ist kein Schicksal 
Die Entzündung des Zahnhalteapparates ist kein Schicksal. Eine stabile Immunabwehr unterstützt den Körper in seiner Abwehr gegen die Angriffe schädlicher Bakterien. Bei Parodontitis haben krankmachende Bakterien in der Mundflora die Oberhand gewonnen - eine Entgleisung, die durchaus auch bei vorbildlicher Mundhygiene vorkommt. Stress, Fehl- und Mangelernährung, Nikotinkonsum, aber auch Stoffwechselstörungen, Diabetes und vermutlich genetische Veranlagung sind oft dafür verantwortlich. Frühzeitig erkannt,lässt sich die Parodontitis mit gutem Erfolg therapieren und die Gefahr für Folgeerkrankungen deutlich mindern.

Sanfte Therapieverfahren 
Nach der Vorreinigung der Zahnfleischtaschen ist das Hauptziel der Behandlung, den so genannten Biofilm, der die Bakterien enthält, zu entfernen. Dies geschieht durch eine Wurzelglättung. Mit feinen Instrumenten werden die Wurzeln gereinigt, geglättet und poliert. Dadurch wird eine glatte Oberfläche geschaffen, an der sich Beläge schlechter anheften können. Die Wurzelreinigung wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sind besonders aggressive Bakterien an der Parodontitis beteiligt, muss mit bakterien-beeinflussenden Heilmitteln behandelt werden.

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.parodontosehilfe.de

Donnerstag, 26. April 2012

Warum Implantate der bessere Zahnersatz sind und Knochenabbau vorbeugen

Der Knochen des Kieferkammes bildet sich unaufhaltsam zurück, sobald er keine Belastung mehr durch den Kaudruck erfährt. Das bedeutet, überall da, wo kein Zahn mehr im Knochen verankert ist, geht der Knochen verloren. Ist z.B. eine Zahnlücke durch eine Brücke optisch geschlossen, so geht dennoch der Knochen zwischen den zwei Brückenpfeilern nach und nach verloren. Dies zieht nicht selten nach Jahren auch den Verlust eines oder beider Brückenpfeiler nach sich. Bei einem komplett zahnlosen Kiefer wird sich mit der Zeit der gesamte Kieferknochen zurückbilden. Dies hat zur Folge, dass Totalprothesen keinen festen Halt mehr finden und Nahrung nicht richtig zerkaut und somit vom Körper nicht mehr richtig verwertet werden kann.

Gesunde Zähne erhalten! 
Sobald ein Zahn verloren geht, wird diese Lücke oft mit einer Brücke optisch geschlossen. Um eine solche Brücke zu verankern, ist es notwendig, mindestens einen, oft aber auch zwei gesunde Zähne so weit zu beschleifen, dass man sie als Brückenpfeiler überkronen kann. Diese Zähne sind für immer geschädigt und deren „Lebenserwartung“ wird deutlich geringer. Würde man sich in diesem Fall für ein Implantat zum Lückenschluss anstelle einer Brücke entscheiden, könnten die Nachbarzähne unbeschädigt einem langen Leben entgegensehen.

Gesundheit für den ganzen Körper! 
Eine Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden ist eine gesunde, vollwertige Ernährung. Dass der Körper diese Nahrung bestmöglich verwerten kann, setzt eine optimale Zerkleinerung durch ein intaktes Gebiss voraus. Hier haben besonders zahnlose Patienten, die mit einer Totalprothese versorgt sind, oft erhebliche Probleme. Die Prothesen haben teilweise keinen festen Halt und machen das Kauen, besonders von härterer Nahrung, zum Problem. Totalprothesenkönnen mithilfe von Implantaten fest mit dem Kiefer verbunden werden. Sie geben dem Patienten die Möglichkeit, wieder alles essen zu können und wirken somit positiv auf die Gesamtgesundheit ein.

Mehr Lebensqualität!
Ein deutliches Mehr an Lebensqualität erlangen vor allem zahnlose Patienten. Sie können durch Zahnimplantate einen festsitzenden Zahnersatz erhalten, der optisch und funktionell den natürlichen Zähnen sehr nahe kommt. Niemand sieht, dass es sich um einen zahnlosen Menschen handelt. Dies gibt ein Stück Selbstvertrauen und Jugend zurück. Die Unsicherheit, das Gebiss könnte sich beim Reden oder Essen lösen, kann zu den Akten gelegt werden. Das Gesicht wirkt mit festsitzendem Zahnersatz jünger, und der Patient kann durch gesunde Ernährung fit und vital bis ins hohe Alter bleiben.

weitere Informationen zur Implantologie finden Sie unter: http://www.praxis-dr-koch.de/leistungen_implantologie.html


Donnerstag, 12. April 2012

Dentalmaterialien als Induktoren chronischer Erkrankungen am Beispiel des CFS (Chronic Fatigue Syndrome)

Die Zahl der Betroffenen ist groß: allein in Deutschland leiden 800.000 bis 1,5 Millionen Menschen unter CFS; In den USA geht man von ca. 15 Millionen Erkrankten aus. Gekennzeichnet wird das CFS durch eine ausgeprägte physische und psychische Erschöpfung, die ohne adäquate Belastung auftritt und sich auch durch Schlaf oder längere Ruhephasen nicht regeneriert.

Die International CFS Study Group unterscheidet Haupt- und Nebenkriterien bei der CFS-Diagnose, wobei bei Vorliegen der Hauptkriterien und mindestens 4 Nebenkriterien die Diagnose als gesichert gilt.

HAUPTKRITERIEN:
1. Unerklärbare persistierende oder rekurrierende Erschöpfung für die Dauer von mindestens 6 Monaten, welche zu einer substantiellen Reduktion der vorherigen Aktivität geführt hat.
2. Ausschluss anderer Krankheiten, die die Erschöpfung erklären.
3. Kein notwendiger Ausschluss folgender Erkrankungen: Fibro- myalgie, Angsterkrankung, Somatisierungsstörung, reaktive Depression, Neurasthenie, „multiple chemical sensitivity disorder“

NEBENKRITERIEN:
1. Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und der Konzen- tration
2. Pharyngitis
3. Schmerzhafte zervikale/ axilläre Lymphknoten
4. Myalgien
5. Arthralgien
6. Kopfschmerzen
7. Kein erholsamer Schlaf
8. Unwohlsein nach körperlicher Anstrengung
Die Diagnose des CFS erfordert eine umfangreiche Ausschlussdiagnostik. Nach der Anamnese erfolgt eine gezielte Laboranalytik. Immunologische, hormonelle, serologische, toxikologische und immuntoxikologische
Parameter werden untersucht.

Umwelt-Zahn-Mediziner spielen bei der Suche nach Dentalmaterialien als Induktoren inflammatorischer Reaktionen eine große Rolle. In dentalen Werkstoffen enthaltene Metalle und Kunststoffe wirken als potentielle Allergene, da sich lösliche Metallionen und Kunststoffmonomere an körpereigene Eiweiße und Zellen binden und als Vollantigen Sensibilisierungsreaktionen auslösen. Bei Dentalwerkstoffen kommen nur Allergien vom Typ IV(Spättyp) vor. Allergien vom Soforttyp werden aber bei Kunststoffen und nichtmetallischen Wurzelfüllungen beobachtet.

Metalle können zudem über die Bildung von Neoantigenen Autoimmunreaktionen auslösen, wobei eine entsprechende genetische Disposition von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist. Unabhängig von ihrem Sensibilisierungspotential können Dentalwerkstoffe zahlreiche Funktionen der spezifischen und unspezifischen Immunabwehr beeinflussen. Schwermetallionen und Kunststoffmonomere können aufgrund ihrer Affinität zu reaktiven chemischen Gruppen Zellen und Komponenten des Immunsystems funktionell verändern. Sie wirken somit als Immunmodulatoren, konzentrationsabhängig sowohl stimulierend als auch inhibitorisch. Die Induktion inflammatorischer Reaktionen im CFS-Modell durch Dentalmaterialien lässt sich u.a. auch durch die Bildung oxydativer Reaktionsmetaboliten erklären: Eine Verschiebung des zellulären Redoxgleichgewichtes führt zur Aktivierung zytoplasmatischer, redox-sensitiver Faktoren.

Dieser nukleäre Transferfaktor wandert in den Zellkern, aktiviert dort verschiedene Gene, die eine Induktion inflammatorischer Zytokine einleiten. Zudem können neuroendokrine Veränderungen indirekt durch Dentalmaterialien ausgelöst werden. Bei CFS-Patienten ist die Fähigkeit adäquat auf Stress zu reagieren abgeschwächt, d.h.,dass die angepasste Ausschüttung von Glukokortikoiden und Katecholaminen gestört ist. Zentral oder peripher einwirkende Stressoren können die Ausschüttung von Zytokinen aus Immunzellen im ZNS und Peripherie induzieren und die HPA-Achse (hypothalamic-pituitary-adrenocortical axis) aktivieren, wodurch nachhaltig die Immunabwehr, die hormonelle Regulation und die psychische Befindlichkeit beeinflusst werden können. Der Cortisolspiegel ist erniedrigt. Vor diesem Hintergrund ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen dem Therapeuten und erfahrenen Speziallaboratorien erforderlich. Nur mit Hilfe dieses interdisziplinären Teams können Dentalmaterialien als Auslöser des CFS identifiziert werden. Grundsätzlich muss von zahnärztlichen Werkstoffen eine hohe biologische Verträglichkeit, vollständige Deklaration aller Bestandteile, vollständige Entfernbarkeit und Langzeiterprobung gefordert werden.

Weitere Informationen zur Umwelt-Zahnmedizin finden Sie unter: http://www.praxis-dr-koch.de/leistungen_umwelt_zahnmedizin.html

Donnerstag, 5. April 2012

Parodontitis und Erkrankung der Nasennebenhöhlen

Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass Affektionen der Kieferhöhlen bei Parodontitis-Patienten häufiger beobachtet werden als bei parodontal gesunden Personen. Im Zusammenhang mit einer Parodontitis können vermehrte zystische Veränderungen, basale Schleimhautverdickungen oder Asymmetrien der Kieferhöhlen auftreten. Häufig handelt es sich dabei lediglich um asymptomatische Zufallsbefunde, die Aufklärungsbedarf implizieren. Panoramaschichtaufnahmen von Parodontitis-Patienten sollten gründlich auf Zufallsbefunde im Bereich der Kieferhöhlen durchmustert werden. Gegebenenfalls sind präzise digitale Volumentomogramme zur weiteren Abklärung erforderlich.

Den möglichen Auswirkungen einer Parodontitis auf die Nasennebenhöhlen wurde bisher nur vergleichsweise wenig Beachtung geschenkt. Dies ist aus mehreren Gründen überraschend:

  • die anatomische Lagebeziehung zwischen Oberkieferseitenzahnbereich und Kieferhöhle ist sehr eng. Damit liegt die Möglichkeit einer lokalen Ausbreitung der Entzündungsreaktion nahe. 
  • Zwischen Wurzelspitzen der Oberkieferseitenzähne und den Sinus maxillaris befindet sich nur wenig, bisweilen gar kein Knochen. Der Abstand vom Sinus maxillaris zur Eckzahnwurzel beträgt in 91 % der Fälle 5-10 mm. Zur Wurzel des 1. Prämolaren 3-6 mm und im Molarenbereich nur noch 0,2-1 mm. Den engsten Kontakt hat der 2. Molar, der häufig direkt Kontakt zum Sinus hat. 
  • In der älteren Literatur finden sich eine ganze Reihe von Kasuistiken und Studien zu diesem Thema. 
  • Die obligatorische Röntgenuntersuchung im Rahmen der ganzheitlich zahnmedizinischen Parodontitisbehandlung kann korrekte Hinweise auf derartige Erkrankungen geben. 
  • Die Sinusschleimhaut in direkter Nachbarschaft zu parodontal erkrankten Zähnen ist häufig geschwollen und weist histopathologische Veränderungen auf:
  • Infiltrate von Entzündungszellen 
  • Proliferation und 
  • Vermehrung der seromukösen Drüsen mit Bildung in- terstitiellen Pseudozysten. Fibrosierungen und hyperplastische Veränderungen des Schleimhautepithel.
Bei Parodontitis-Patientenwerden Affektionen der Kieferhöhlen häufiger beobachtet als bei parodontal gesunden Personen. Die in der Literatur genannten Odds-ratiosliegen im Bereich, der fürFernwirkung der Parodontitis(koronale Herzerkrankungen,rheumatoide Arthritis) gefunden wird.

Insgesamt besteht zum Themenkomplex Parodontitisund Affektion der Nasennebenhöhlen noch Forschungsbedarf. Dies betrifft besonders die mögliche Rolle desRauchens in diesem Zusammenhang und komplexe implantologische Behandlungenim Oberkiefer, die von derGanzheitlichen ZahnMedizinkritisch bewertet werden. 

Freitag, 30. März 2012

Die Bedeutung der Weisheitszähne

Wie bei allen Zähnen konnte auch bei den Weisheitszähnen eine Verbindung zum restlichen Organismus festgestellt werden. Die Akupunkturlehre hat die Zuordnung der unteren Weisheitszähne zur Nebeniere und der oberen zur Niere nachgewiesen. In der traditionellen chinesischen Akupunkturlehre entspricht die Niere dem Yin und die Nebenniere dem Yang, wodurch Niere und Nebeniere das Energiezentrum des menschlichen Körpers bilden. Dort werden alle Körperenergien gespeichert und im Organismus verteilt, um den Körper widerstandsfähig zu machen. Durch diese systemischen Zusammenhänge des Körpers stehen die Weisheitszähne also folglich in einer engen Beziehung zum Energiezentrum und damit zum Immunsystem des Körpers. Liegen bei einem Patienten keine Weisheitszähne vor, ist dies ein Zeichen für einen geschwächten Energiehaushalt.

Weisheitszähne stabilisieren die allgemeine Gesundheit.
Die Funktion der Weisheitszähne für den Organismus ist die Stabilisierung der allgemeinen Gesundheit. Die Entfernung schwächt folglich das Immunsystem und führt zu einem schlechten Allgemeinbefinden des Patienten. Nach einer Entfernung von Weisheitszähnen können Allergien und AutoImmunerkrankungen häufiger auftreten, oder sich verstärken. Die zeitliche Distanz zwischen Entfernung der Weisheitszähne und dem Eintreten und der Verschlechterung der Erkrankung kann bis zu 6 Monaten dauern, so dass der Zusammenhang oft nicht ersichtlich ist.

Wann müssen Weisheitszähne entfernt werden?
  1. Platzmangel ist das häufigste Problem für die Weisheits- zähne. Aktuell werden jedoch bei 80 % der Bevölkerung die Weisheitszähne operativ entfernt. Häufiger Grund ist ein Platzproblem im Kiefer, das das gesunde Einordnen der Weisheitszähne in die Zahnreihe behindert. In der Folge verbleibt der Weisheitszahn im Kiefer (retinierte Weisheitszähne) oder stößt mit seinem Wachstum an Nachbarzähne, wodurch diese geschädigt werden können. Um den Platzmangel im Kiefer nachhaltig zu behandeln, muß bei den eigentlichen Ursachen angesetzt werden. Besonders wirksam ist die Ernährungsumstellung in Verbindung mit einer ganzheitlichen Kieferorthopädie, die zur Korrektur von GebissSchäden, vor allem den Bionator einsetzt. 
  2. Odontogenes Herdgeschehen – Trotz der Bedeutung der Weisheitszähne für den gesamten Organismus gibt es Gründe, die für die Entfernung der Weisheitszähne sprechen. Mit darunter fallen z.B. Entzündungen am Weisheitszahn oder im umliegenden Gewebe. Diese Entzündungen können sich auch ausbilden, wenn die Weisheitszähne noch gar nicht durchgebrochen sind. Ein normales Röntgenbild reicht zur Diagnose nicht aus. Sichere Hinweise aufein sog. odontogenes Herdgeschehen ergibt die digitaleVolumentomographie. Auch durchgebrochene Zähnekönnen durch die Zahnfleischtaschen (Parodontitis) den Gesamt-organismus belasten. 
Die richtige Entfernung der Weisheitszähne
Grundsätzlich sollten nicht alle Weisheitszähne gleichzeitig herausgenommen werden. Bei Frauen sollte mit den Zähnen auf der rechten Seite angefangen werden, bei Männern mit denen auf der linken. Dies hängt mit der Zuordnung des Geschlechts zu den Körperhälften zusammen.
Nach der Akupunkturlehre sollte erst der Zahn entfernt werden, der mit der Nebeniere in Verbindung steht, also der Zahn im Unterkiefer. Zwei bis drei Monate später sollte dann die Entfernung des Zahnes in Verbindung zur Niere durchgeführt werden. Das ist auf der jeweils gleichen Seite der Gegenzahn im Oberkiefer. Im Anschluß daran können die jeweiligen Zähne der anderen Seite beliebig herausgenommen werden. Durch diese Vorgehensweise wird die Belastung des Körpers so gering wie möglich gehalten. Da die Weisheitszahnentfernung ein gutes Regulationsverhalten voraussetzt, sind präventive, immunsteigernde Maßnahmen, wie z.B. Symbiose-Lenkung angezeigt.

Donnerstag, 22. März 2012

Die Bedeutung des Kopf-Kiefersystems bei Tinnitus

Seit vielen Jahren besteht eine heftige Diskussion der verschiedenen medizinischen Fachgruppen darüber, ob und auf welchem Mechanismus eine Fehlfunktion des Kausystems Ursache eines subjektiven Tinnitus werden kann

In der täglichen Praxis trifft man immer wieder auf Menschen, die darüber berichten, wie sie durch Anspannung ihrer Kaumuskeln beim Essen, aber auch durch nächtliches Knirschen und Pressen mit den Zähnen einen Tinnitus erzeugen oder einen bestehenden Tinnitus verstärken können. Hier wäre dann von einer direkten Auswirkung der Nerveninformationen aus dem Mund-Kieferbereich auf die Hörwahrnemungen auszugehen. Außerdem kennen wir heute die intensiven Verbindungen zwischen den Funktionen des Mund- Kieferbereichs und der oberen Halswirbelsäule.

Wir können kauen, ohne mit dem Kopf zu wackeln. Wir können sprechen und dabei den Hals drehen, ohne dass beide einander stören. Hier gibt es eine sehr feine Nervenabstimmung zwischen dem vorderen und dem hinteren Teil des Kopfes. Nach anatomischen Studien, ist es heute unstrittig, dass es zwischen den Steuerungen dieser beiden Funktionen –der Kaufunktion und der Halswirbelsäulenfunktion– eine sehr enge Verzahnung gibt, die man Konvergenz nennt. Damit hat das Kauorgan auch indirekt mittels der Halswirbelsäule eine Auswirkung auf das Aufkommen oder die Dauer von Tinnitus. Auch die anatomischen Nervenbahnen und ihre Funktionen zwischen den Nerven des Kopf- Kiefersystems, dem sog. craniomandibulären System, und den Hörnerven wie auch dem Gleichgewichtssystem sind heute weitgehend aufgeklärt.

Der Akutfall 
Beim plötzlichen Auftreten eines Tinnitus, einer sonstigen Hörstörung oder Hörminderung lässt sich zumeist die genaue Ursache dieses Phänomens nicht gleich ermitteln. In diesen Fälle, in denen keine sichere Ursache beschrieben werden kann, sollten mit der Erkenntnis über die Wechselwirkung der Nervenfuntion auch die Funktionsstörungen des sog. craniomandibulären Systems sofort in die Überlegungen zur umfassenden Diagnostik einbezogen werden.

Dabei lassen sich eher selten die Einflüsse des craniomandibulären Systems aus einem Röntgenbild des Kiefergelenks oder Zahnstatus erkennen. Wichtiger ist hier die gezielte Funktionsuntersuchung durch den Zahnarzt. Wichtig ist, dass die Beseitigung der stören- den Fehlfunktion und der Schmerzinformation aus dem Kieferbereich so schnell wie möglich geschieht. Die ersten zahnärztlichen Maßnahmen sollten daher innerhalb der ersten Woche nach dem Auftreten der Ohrgeräusche bzw. der Hörminderung erfolgen.


Der chronische Fall 
Ist ein Tinnitus durch eine Fehlfunktion des craniomandibulären Systems chronisch geworden, so kann nicht erwartet werden, dass die zahnärztliche/kieferorthopädischen Maßnahmen zur Beseitigung der craniomandibulären Fehlfunktionen unbedingt auch zu einem Verschwinden der lästigen Geräusche führen. Eine zahnärztlich-kieferorthopädische Behandlung wird im chronischen Fall nicht das Ziel haben, den Tinnitus zu beseitigen, sondern sie will ihn mindern und einer Verschlimmerung vor- beugen!

Das Versprechen, einen langandauernden Tinnitus durch Therapie einer craniomandibulären Fehlfunktion zu beseitigen, ist unseriös. Die Behandlung der craniomandibulären Fehlfunktion ist heute nur interdisziplinär möglich. Nachdem so viel über die verschiedenen Wechselwirkungen in unserem Nervensystem bekannt ist, wird jeder Zahnarzt, der sich als Alleinherrscher über dieses System wähnt, in seiner Therapie scheitern.

In sinnvoller und gezielt geplanter Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten wie Orthopäden, Manualmediziner, HNO-Ärzten, Internisten und Schmerztherapeuten wird es jedoch in den allermeisten Fällen gelingen, ein dekompensiertes craniomandibuläres System soweit zu neutralisieren, dass ein weitergehender störender Einfluss auf die Hör-Kerne des Stammhirns unterbunden wird.